Die Ortsteile der Gemeinde Schimberg
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Ershausen

Ershausen

Im weiträumigen Tal der Rosoppe liegt Ershausen mit seinen 1 265 Einwohnern, umgeben vom Winterberg, dem Tierberg, dem Kleiberg, dem Schimberg, dem Junkerholz, dem Heuberg und dem Esberg.

Das historische Bild des 1272 erwähnten Dorfes ist geprägt von alten Fachwerkhäusern. Die größten Fachwerkhäuser des Ortes sind das 1701 erbaute Gebäude des Oberhofes und das ehemalige Krankenhaus des Unterhofes. Beide gehörten zu den Besitzungen des Adelsgeschlechtes derer von Hanstein, die 1496 das Lehnsrecht in Ershausen bekamen und bis 1880 Besitzer beider Höfe waren.

Die katholische Kirche wurde 1908 gebaut. Besonderheiten der Pfarrkirche sind der Taufstein mit der Jahreszahl 1575, der Altar von 1731, die Kanzel, die geschnitzten Stuhlwangen, die Bilddarstellungen der Fenster im Chorraum und im Kirchenschiff und das am Altartisch vorhandene Antipendium.

Besonderer Anziehungspunkt in Ershausen ist das 1971 eröffnete Freibad, das als schönst gelegenes des Landkreises gilt und während der Saison von Besuchern aus allen umliegenden Orten und weit darüber hinaus genutzt wird.

Ein weiteres Kleinod ist der liebevoll gepflegte Teichgarten, in dem so mancher Besucher zum Verweilen innehält.

Mit dem Standort der Regelschule, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft, Filialen der Kreissparkasse sowie der Raiffeisenkasse und medizinischen Einrichtungen ist Ershausen ein bedeutendes Zentrum für das Südeichsfeld.

Prägend für Ershausen ist der St. Johannesstift, eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Der St. Johannesstift wurde 1884 als Stiftung gegründet. In christlicher Nächstenliebe hat die Einrichtung seit nunmehr 100 Jahren die Begleitung, Förderung und sinnvolle Beschäftigung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt.

Mannigfaltige Bau- und Renovierungsarbeiten haben das Dorfbild seit 1990 verändert. So sind die meisten privaten Fachwerkhäuser in einem guten äußeren Zustand. Der Neubau der Sparkasse, der Raiffeisenkasse, die sehr gut in den neu gestalteten Anger eingegliedert wurden, ist ebenso zu nennen, wie die Neugestaltung des südlichen Dorfeinganges mit dem Kriegerdenkmal, der Errichtung des Pfarrsaales durch die Kirchengemeinde und die unterirdische Verlegung der Post- und Stromleitungen.

Für die Besucher gibt es zahlreiche gastronomische Einrichtungen, die auch Übernachtungsmöglichkeiten anbieten.


Lehna

lehna

Der Ort gehört dem Namen nach zur ersten Siedlungsperiode. Erste Aufzeichnungen stammen allerdings erst aus dem Jahre 1522, obwohl Lehna wahrscheinlich bedeutend älter ist.

Das Dorf wurde vermutlich von Hans uns Seiffert von Hanstein anstelle der dort vorhandenen Wüstung "Diedersdorf" wiedererbaut und neu benannt. Es gehörte bis 1894 zum Gesamtgericht Hanstein. Die heutige Kirche wurde 1885 gebaut und ist dem Heiligen Martin geweiht.

Lehna, wie auch Misserode, sind rein landwirtschaftliche Dörfer. 1965 wurde Lehna aus wirtschaftlichen Gründen der Gemeinde Misserode angeschlossen. Die neue Bezeichnung lautete "Misserode/Lehna". 1974 wurde "Misserode/Lehna" Ortsteil von Ershausen. Lehna zählt heute 19 Einwohner.


Martinfeld

Martinfeld

Martinfeld zählt wie viele Eichsfelddörfer mit den Endungen -hausen, -bach und -feld zur zweiten Siedlungsperiode.

Urkundlich erstmals erwähnt wird Martinfeld in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Heinrich IV., der 1071 dem Kloster Hersfeld in dem Dorfe "Martinefeld in pago Germarsmarca" 31 Hufen Land schenkt. Das Patronatsrecht war ein Lehen von Kurmainz. 1459 wurde das Dorf an Heinrich von Hanstein verpfändet. Später kam Martinfeld in den Besitz derer von Bodungen, die das Schloss 1611 als Herrensitz erbauten. In dem ehemaligen Renaissanceschloss befindet sich heute eine Jugendherberge.

Die Kirche wurde 1723 erbaut. Sie trägt den Namen "St. Ursula und Gefährtinnen". Zur wertvollen Kirchenausstattung zählen das Mittelteil des gotischen Altars (1510), der Taufstein (1600) und ein Barockaltar der aus dem Kloster Beuren stammt.

Zwischen Martinfeld und Wachstedt liegt in einem lieblichen Tale an der Nordgrenze des Westerwaldes der Wallfahrtsort "Klüschen Hagis" (ursprünglicher Kirchenbau 1580; Neubau von 1768 - 1771; seit 1957 bekannt durch die Männerwallfahrt an Christi Himmelfahrt).

Ausblicke auf immer neue landschaftliche Bilder, von denen das "Blaue Wunder" von der Burg Gleichenstein (urkundliche Ersterwähnung 1246) zu erwähnen ist, gewährt jeder der zahlreich in der Umgebung vorhandenen Bergvorsprünge. Die wohl schönst gelegene Burgfalknerei Gleichenstein bemüht sich die Tradition aufrecht zu erhalten. Hier finden von März bis Oktober die Greifvogel-Flugschauen statt. Der Name "Blaues Wunder" erklärt sich dadurch, dass das Panorama unter bestimmten Lichtverhältnissen eine deutlich blaue Färbung annimmt.

Besonders ist auf die vielseitige Gastronomie und Hotellerie im Ort zu verweisen, die Räumlichkeiten für Schulungen, Kongresse und Tagungen vorhält. Insgesamt gibt es eine Kapazität von 160 Gästebetten in Martinfeld gegenüber von 626 Einwohnern.


Misserode

Misserode

Als "Mißenrode" 1479 urkundlich erwähnt gehörte Misserode zum Amt Bischofstein.

Der Ortsname ist einer der schwierigsten des Eichsfeldes. "Misse" bedeutet soviel wie Sumpf, Sumpfland, auch Wildsumpf. Es wäre also eine Rodung im Sumpf.

Das Dorf ist nachweislich dreimal aufgebaut worden.

1318 wird das wüste Dörflein "Derinthal", "Dorenthal" genannt. Das eingegangene Dorf dürfte im Gemeindebezirk Misserode gelegen haben, wurde aber nicht an gleicher Stelle, sondern als Mißenrode um 1479 am heutigen Standort aufgebaut. Im Bauernkrieg um 1525 erhoben sich hauptsächlich die Untertanen derer von Bützingsleben, zu denen auch Misserode gehörte. Nach der Niederlage der Bauern wurde Misserode verwüstet.

Jede sich neu bildende Gemeinde baute auch wieder eine Kirche, die jetzige "Aller Heiligen" wurde 1905 erbaut.

In dem kleinen, sehr schön gelegenen Ort, der von Bergen umgeben ist, leben momentan 48 Einwohner.


Rüstungen

Rüstungen

Das Dorf liegt 11 km südlich von Heiligenstadt auf einer mittleren Höhe von 315 m. Die nördlich des Dorfes aufsteigenden, aus Muschelkalk bestehenden "Großen Klippen" des Hühneberges sind 521 m hoch.

Erstmals erwähnt wird Rüstungen im Jahre 1318 als "Rystinen". das Dorf gehörte in geistlicher Hinsicht bis 1754 als die Filiale von Wiesenfeld zum Banne Ershausen. In weltlicher Beziehung war es ein Zubehör der Burg Greifenstein.

Als 1464 Hermann Dythe auf der Mainzischen Burg Greifenstein von den Hansteinern 50 Gulden erborgt hatte, gab er ihnen als Unterpfand "all sein Gut, das er zu Rystungen im Dorfe und Felde besaß".

Die am Südende des Dorfes gelegene Kirche "St. Martin" besteht aus einem älteren Teil, dem Turm aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und einem im Jahre 1799 neu angebauten Schiff. Der einfache, aber sehr geschmackvoll geformte Taufstein trägt die Jahreszahl 1561. Die alte Glocke wurde im Jahr 1588 gegossen.

1993 wurden am Ortsausgang in Richtung Schwobfeld ein Spielplatz und 1999 am Dorfausgang Richtung Wiesenfeld ein Grillplatz und eine Schutzhütte angelegt. Heute präsentiert sich der Ort seinen Besuchern als gepflegtes Dorf mit schönen Fachwerkhäusern, Neubauten und Grünanlagen.


Wilbich

Wilbich

Wilbich liegt 270 m über dem Meeresspiegel, umgeben von einigen Bergeshöhen, von denen der Heuberg mit 443 m der höchste ist. Die heute bewaldeten Berghänge waren bis 1872 völlig kahl, was auch die verheerenden Überflutungen in den zurückliegenden Jahrhunderten erklärt.

Der Ortsname rührt her vom Wildbach, dem wilden Gewässer. 1318 wurde Wilbich als Dorf des Schlosses Steyn erstmals urkundlich erwähnt, bestand aber damals aus drei Dörfern, nämlich Wyldebeche, Obernwyldebeche und Unterwyldebeche, von denen nur der heutige Ort übrig blieb. Das markanteste Gebäude des Dorfes ist die katholische Kirche, geweiht der Heiligen Maria Magdalena, deren Grundstein 1912 gelegt wurde. Aus Platzgründen wurde sie nur mit einem Seitenschiff gebaut, was man im Eichsfeld selten findet. Der Turmaufbau in Fachwerk bildet eine Harmonie mit dem ganzen Dorfbild. Ältestes Ausstattungsstück ist der Taufstein aus dem Jahre 1571. Die Kirche wurde 1996 von außen renoviert und der Vorplatz neu gestaltet.

Im Rahmen der Dorferneuerung wurden seit 1994 der Bereich um den Kellerborn und die beiden Dorfeingänge neu gestaltet. Auch der Neubau des Feuerwehrgerätehauses 1994/95 und die Einrichtung des Dorfgemeinschaftshauses zeigen, dass im Dorf viel erreicht wurde.

Wilbich hat heute 377 Einwohner und ist als gastfreundliches Dorf bekannt, in dem immer sehr die Tradition gewahrt wurde, sei es bei den kirchlichen Festen oder anderen Gelegenheiten. 1973 wurde hier Karneval eingeführt und bis heute hat sich auch diese Tradition gehalten.

 
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